Kupiervorgang der Rute
Das Kupieren von Hunderuten wurde eingeführt, um bei kurzhaarigen Rassen das Verletzungsrisiko durch Anschlagen des von Fell nur ungenügend gepolsterten Schwanzes zu vermeiden. Jagdlich geführten Hunden sollte bei der Arbeit im dichten Holz eine höhere Beweglichkeit ermöglicht werden. Deshalb darf dieser Eingriff bei Jagdhunderassen, aus gesundheitlichen Gründen, auch heute noch durchgeführt werden.
Das Kupieren der Rute bei Hunden wird in einem Alter von 1-3 Tagen vorgenommen, heutzutage meist unter Vollnarkose. Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde die Behauptung widerlegt, dass die Hunde keine Schmerzen hätten (wenn dies ohne Narkose durchgeführt wird). Danach empfinden neugeborene Hunde Schmerzen wesentlich stärker als ausgewachsene Hunde.

Bei dem Eingriff wird die Haut zirkulär mit einem Skalpell eingeschnitten und zurückgezogen und der Schwanz wird zwischen den Wirbeln gekappt. Ein Vernähen ist in der Regel nicht notwendig, da sich die Wunde innerhalb kürzester Zeit verschließt, wird aber heutzutage oft gemacht.
Bei älteren Hunden ist das Kupieren des Schwanzes ein  weitaus aufwändigeres Operationsverfahren. Es bedarf neben einer  adäquaten Schmerz- oft auch einer auf den Eingriff folgenden Antibiotikatherapie. Einige Züchter führen das Kupieren der Rute selbst durch. Sie verwenden dabei entweder eine scharfe Schere oder ein straffes Gummiband, welches das Absterben der Rute bewirkt.. Diese Methode wird von vielen englischen Züchtern angewendet und empfohlen. Das Gummiband unterbricht die Blutzufuhr zum Rutenende hin. Nach zwei bis drei Tagen fällt der abgestorbene Teil der Rute ab.  In seltenen Fällen können Welpen am Schock oder durch Blutverlust sterben.

Diese Art der Verstümmelung von Hunden sollte von niemanden toleriert oder gar beabsichtigt werden. Die Rute ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel des Hundes und sollte ihm nicht genommen werden.

Außerdem ist es nicht ausgeschlossen, dass kupierte Tiere einen Phantomschmerz verspüren.

 

Das Verbot
In Deutschland ist das Kupieren der Rute seit 1998 verboten!


Rechtlich ist die Situation nach Änderung des Tierschutzgesetzes vom 25. Mai 1998 eindeutig:

24 § 6,(1): Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen eines Wirbeltieres. Ausnahmen sind nur nach tierärztlicher Indikation.
 

Quelle: www.wikipedia.de

 

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